Klima & Energie plus

Inhalt

Klimaschutz, Klimawandel, Treibhausgase und Umwelt in

 

Baden-Württemberg, Deutschland, Europäische Union (EU-28),

Welt & OECD-35

Baden-Württemberg

Ausgewählte Schlüsseldaten

 

Klimaschutz in Baden-Württemberg im Jahr 2014*                                   

Treibhausgasemissionen (THG) 75,9 Mio. t CO2Äquv. (7,1 t/Kopf)                  Veränderung zum Basisjahr 1990 (89,2 Mio. t) - 14,9%; Weltanteil 0,2%                         Energiebedingte CO2-Emissionen  66,1 Mio. t (6,2 t/Kopf)                                Veränderung zum Basisjahr 1990 (74,3 Mio. t) - 9,3%; Anteil am THG = GHG 87,1%   Landesziel 2020: - 25% der THG gegenüber Jahr 1990                                                        

* Daten vorläufig, Stand 3/2017

  Bezugsgröße: Bevölkerung (Jahresdurchschnitt) 10,7 Mio.

Quellen: UM BW & Stat. LA BW - Energiebericht 2016, 6/2016; Stat. LA BW 3/2017

Aktuelles

 

Umweltminister Franz Untersteller: „Die Reduktion der Treibhausgase ist kein Selbstläufer, sondern erfordert weiterhin erhebliche Anstrengungen auf allen Ebenen.“

 

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat heute den „Monitoring-Kurzbericht 2014“ zum Klimaschutz veröffentlicht. Schwerpunkte des Berichts sind die Entwicklung der Treibhausgas-emissionen in Baden-Württemberg sowie ein Überblick zum Umsetzungsstand der Maßnahmen des integrierten Energie- und Klimaschutzkonzeptes (IEKK).

 

Seit dem Jahr 1990 sind die Treibhausgasemissionen im Land um 12,5 Millionen Tonnen zurückgegangen, das entspricht einer Reduktion von 14 Prozent. „Um das im Klimaschutzgesetz verankerte Ziel zu erreichen und die Treibhausgasemissionen bis zum Jahr 2020 um mindestens 25 Prozent gegenüber 1990 zu verringern, müssen wir aber noch zusätzlich zehn Millionen Tonnen einsparen“, betonte Umweltminister Franz Untersteller.

 

Quelle: UM BW - Pressemitteilung vom 18.03.2015

Ausgewählte Veröffentlichungen, Foliensätze und Vorträge

UM BW: Monitoringbericht zum Klimaschutzgesetz Baden-Württemberg, Ausgabe Juli 2017
Teil 1: Klimafolgen und Anpassung
UM BW_Monitoringbericht_zum_Klimaschutzg[...]
PDF-Dokument [14.6 MB]
Stat. LA BW & LUBW: Daten zur Umwelt, Umwelt- indikatoren Baden-Württemberg 2016, Ausgabe 2/2017
Nachhaltigkeit, Klima, Luft, Wasser, Lärm, Natur und Landschaft, Abfallwirtschaft u.a.
Stat. LA BW_Daten zur Umwelt, Umweltindi[...]
PDF-Dokument [1.4 MB]
UM BW: Klimaschutz Plus BW 2017, Faltblatt April 2017
UM BW_Klimaschutz-Plus BW 2017, Faltblat[...]
PDF-Dokument [629.7 KB]
UM BW: Klimaneutrale Landesverwaltung BW, Bericht April 2017
UM BW_Klimaneutrale_Landesverwaltung, Be[...]
PDF-Dokument [3.2 MB]
UM BW: Förderhilfen Betrieblicher Umweltschutz, Ausgabe 12/2016
Förderprogramme des Landes und des Bundes
UM BW_Foerderhilfen_Betrieblicher_Umwelt[...]
PDF-Dokument [493.1 KB]
UM BW & KLIWA: Klimawandel in Süddeutschland, Monitoringbericht 2016, Ausgabe 11/2016
UM BW KLIWA_Klimawandel in Süddeutschla[...]
PDF-Dokument [5.6 MB]
UM BW: Zweiter Monitoring-Kurzbericht 2015, Ausgabe März 2016
Evaluierung zum Klimaschutzgesetz & Integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept Baden-Württemberg
UM BW_Zweiter Monitoring Kurzbericht 201[...]
PDF-Dokument [1.5 MB]
UM BW: Anpassungsstrategien Klimawandel in Baden-Württemberg, Ausgabe 7/2015
UM BW_Anpassungsstrategie Klimawandel in[...]
PDF-Dokument [5.7 MB]
UM BW & LUBW: Klimawandel in Baden-Württemberg, Ausgabe 6/2015
UM BW_Klimawandel_in_Baden_Wuerttemberg,[...]
PDF-Dokument [9.5 MB]
UM BW & KEA: Förderprogramm Klimaschutz Plus, Vortrag Dr.-Ing. Martin Sawillion,April 2015
Vortrag bei der Fachtagung Energieeffizienz in baden-württembergischen Gesundheitseinrichtungen in Stuttgart.
UM BW_Förderprogramm_Klimaschutz_Plus, V[...]
PDF-Dokument [1.7 MB]
UM BW: Klimaschutz aus Baden-Württemberg, Flyer Juli 2014
Unser Weg zum besseren Klima in BW. Ein integriertes Energie- und Klimaschutzkonzept liefert dafür die konkreten Strategien und Maßnahmen.
UM BW_Klimaschutz in BW -IEKK_Flyer 2014[...]
PDF-Dokument [1.2 MB]
Stat. LA BW: Entwicklung der Treibhausgasemissionen vor dem Hintergrund politischer Zielsetzungen in Baden-Württemberg, Stat. Monatsheft Juni 2014
Stat. LA BW_Entwicklung der Treibhausgas[...]
PDF-Dokument [287.8 KB]
UM BW: Förderung des Gesetzes zum Klimaschutz in Baden-Württemberg, 17. Juli 2013
UM BW_Klimaschutzgesetz BW 17-07-2013.pd[...]
PDF-Dokument [113.7 KB]
UM BW & LUBW: Zukünftige Klimaentwicklung in Baden-Württemberg, Kurzfassung 2/2013
UM BW LUBW_Zukuenftige_Klimaentwicklung[...]
PDF-Dokument [3.8 MB]
UM BW & LUBW: Zukünftige Klimaentwicklung in Baden-Württemberg, Langfassung 2/2013
UM BW LUBW_Zukuenftige_Klimaentwicklung[...]
PDF-Dokument [21.2 MB]
ZSW-UM BW: Gutachten zur Vorbereitung eines Klimaschutzgesetzes für Baden-Württemberg 2012; Ausgabe 12/2011
Kurzfassung, Einleitung, Energieszenario BW 2050 in den Bereichen Energiebereitstellung, Verbrauchssektoren und Treibhausgasemissionen mit den Zielsetzungen & Handlungsfeldern u.a..
ZSW-UM BW_Gutachten zur Vorbereitung Kli[...]
PDF-Dokument [1.2 MB]

Ausgewählte Links

 

UM Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft

Baden-Württemberg

www.um.baden-wuerttemberg.de

Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz Baden-Württemberg (LUBW)

www.lubw.baden-wuerttemberg.de

Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg GmbH

www.kea.de

Umweltportal Baden-Württemberg

www.umwelt-bw.de

Statistische Ämter der Länder

Arbeitskreis Umweltökonomische Gesamtrechnungen

www.ugrdl.de

Deutschland

Ausgewählte Schlüsseldaten

 

Klimaschutz in Deutschland im Jahr 2015*                                                             Treibhausgasemissionen (THG) 902 Mio. t CO2äquv. (11,0 t/Kopf) 1)                           Veränderung zum Basisjahr 1990 (1.251 Mio t) -27,9%, Weltanteil 2,2%                          Energiebedingte CO2-Emissionen 742 Mio.t (9,1 t/Kopf)                                    Veränderung zum Basisjahr 1990 (986 Mio. t) - 24,7%; Anteil am THG = GHG 82,3 % Bundesziel 2020: - 40% der THG gegenüber Jahr 1990

* Daten vorläufig, Stand 4/2017

    Bezugsgröße: Bevölkerung  (Jahresdurchschnitt) 81,7 Mio.                                       

1) CO2 ohne Landnutzung, Landnutzungsänderung, Land- und Forstwirtschaft  (LULUCF)  

Quellen: BMWI - Energiedaten 1/2017, IEA 9/2016, UBA - 4/2017

Aktuelles

 

Umsetzung Aktionsprogramm Klimaschutz im Verkehrssektor in Deutschland

Das Umweltbundesamt (UBA) plädiert für eine ambitionierte Umsetzung des Aktionsprogramms Klimaschutz im Verkehrssektor: „Der Verkehrssektor ist der einzige Sektor, der seine Emissionen seit 1990 nicht mindern konnte. Weil immer mehr Güter auf der Straße transportiert werden und der Trend zu mehr PS und schwereren Fahrzeugen geht, haben die sparsameren Motoren dem Klimaschutz wenig genützt. Im Verkehrssektor muss daher dringend mehr passieren“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger bei der Vorstellung der „Daten zur Umwelt 2015“ in Berlin.

Der Verkehr verursacht derzeit rund 18 Prozent der Treibhausgas-emissionen in Deutschland, der wichtigste Emittent ist die Energiewirtschaft mit 39 Prozent.

Aber: Im Verkehr sind die Emissionen im Vergleich zu 1990 sogar noch gestiegen (um 0,6 Prozent bis 2014) – anders als im Energie- oder Industriebereich.

Quelle: UBA - Pressemitteilung von 4. August 2015

Treibhausgase - Kohlestrom treibt Ausstoß in die Höhe in Deutschland

Eine Zunahme der Kohlestromproduktion hat den Ausstoß von Treibhausgas im vergangenen Jahr (2012) um 1,6 Prozent auf 931 Millionen Tonnen steigen lassen. "Diese Entwicklung darf nicht zu einer Tendenz werden", sagt Bundes-umweltminister Peter Altmaier (CDU. "Das ist ein Ausreißer in einer bisher positiven Entwicklung."

Als Hauptgrund nannte Altmaier einen Anstieg von 3,4 Prozent bei der Steinkohleverstromung und von 5,1 Prozent bei der Braunkohle. Der Präsident des Umweltbundesamts, Jochen Flasbarth, sagte, trotzdem seien in Deutschland die Klimaschutzvorgaben des Kyoto-Protokolls klar übertroffen worden. Im Vergleich zu 1990 seien 25,5 Prozent weniger Treibhausgase ausgestoßen worden.

Quelle: dpa aus Stuttgarter Zeitung vom 26.02.2013

Ausgewählte Veröffentlichungen, Foliensätze und Vorträge

BMUB: Klimaschutz in Zahlen 2017, Ausgabe April 2017
BMUB_Klimaschutz_in_Zahlen_2017, Ausgabe[...]
PDF-Dokument [4.0 MB]
UBA: Nationaler Inventarbericht THG Deutschland 1990-2015, Ausgabe April 2017
Kyotoziele, Treibhausgasemissionen, Energiebedingte CO2-Emissionen in Deutschland von 1990-2015.
UBA_Climate-Change 2017, NIB zum Deutsch[...]
PDF-Dokument [13.8 MB]
BMUB: Klimaschutzplan 2050 der Bundesregierung, Ausgabe November 2016
BMUB_Klimaschutzplan_2050 der Bundesregi[...]
PDF-Dokument [1.9 MB]
UBA: Entwicklung energiebedingte Emissionen und Brennstoffeinsatz in Deutschland 1990-2014, Stand 1/2016
UBA_Entwicklung_energiebedingter_Emissio[...]
PDF-Dokument [558.4 KB]
UBA: Climate Change, Vulnerabilitaet Deutschlands gegenüber dem Klimawandel, Ausgabe 10/2015
UBA_climate_change_vulnerabilitaet_deuts[...]
PDF-Dokument [39.7 MB]
UBA: Daten zur Umwelt in Deutschland 2015, Stand Juni 2015
Klimaschutz & Energie, Umwelt & Wirtschaft/Verkehr/Haushalt, Land-und Fortswirtschaft, Ressourcenschonung u.a.
UBA_Daten_zur_Umwelt_in D 2015, Stand Ju[...]
PDF-Dokument [5.5 MB]
BMUB: Nationale Klimaschutzinitiative - Daten, Fakten, Erfolge 2015, Ausgabe 6/2015
BMUB_Nationale Klimaschutzinitiative, Au[...]
PDF-Dokument [1.3 MB]
UBA-Climate Change: Entwicklung spez. CO2-Emissionen beim Strommix in Deutschland 1990-2014, Ausgabe 6/2015
UBA-climate_change_Entwicklung der spezi[...]
PDF-Dokument [2.5 MB]
Umweltbundesamt (UBA): Treibhausausstoß in Deutschland 2012, Ausgabe 2/2013
UBA_Treibhausgasausstoß in Deutschland [...]
PDF-Dokument [253.7 KB]

Ausgewählte Links

 

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und

Reaktorsicherheit (BMUB)

www.bmub.bund.de

www.klimaschutz.de

UBA Umweltbundesamt

www.uba.de

Statistische Ämter der Länder

Arbeitskreis Umweltökonomische Gesamtrechnungen

www.ugrdl.de

Deutscher Wetterdienst

www.dwd.de

Europa - Europäische Union (EU-28)

Ausgewählte Schlüsseldaten

 

Klimaschutz in der EU-28 im Jahr 2014*                                                    Treibhausgasemissionen (THG) 4.290 Mio. t CO2äquv.*(8,4 t/Kopf) 1)            Veränderung zum Basisjahr 1990/2014 - 24,4%%, Weltanteil 8,8%                       Energiebedingte CO2-Emissionen 3.160 Mio. t CO2 (6,2 t/Kopf),                            Veränderung zum Basisjahr 1990/2014 - 21,4%; Anteil am THG= GHG 73,7%

EU-28 Ziel 2020:  - 20% der THG gegenüber Jahr 1990                                                      

* Daten vorläufig, Stand 9/2016

    Bezugsgröße: Bevölkerung (Jahresdurchschnitt)  508 Mio.

1) CO2 ohne Landnutzung, Landnutzungsänderung, Land- u. Forstwirtschaft LULUCF      Quellen: IEA 9/2016; EEA 6/2016                 

Aktuelles:

 

Ausgewählte Veröffentlichungen, Foliensätze und Vorträge

EEA: Inventarbericht GHG in der EU-28 von 1990-2015, Bericht 6/2017
Kyotoziele, Treibhausgasemissionen (GHG = THG), energiebedingte CO2-Emissionen in der EU-28 von 1990-2015.
EEA_GHG Greenhouse gas inventory EU-28 1[...]
PDF-Dokument [13.7 MB]
EEA: Inventarbericht GHG in der EU-28 von 1990-2014, Bericht 6/2014
Kyotoziele, Treibhausgasemissionen (GHG = THG), energiebedingte CO2-Emissionen in der EU-28 von 1990-2014.
EEA_GHG Greenhouse gas inventory 1990-20[...]
PDF-Dokument [2.0 MB]
Eurostat: Pressemitteilung Energiebedingte CO2-Emissionen in der EU-28 im Jahr 2013, Ausgabe Mai 2014
Eurostat_PM CO2-energiebedingt in der EU[...]
PDF-Dokument [198.2 KB]
Eurostat: Energie-, Verkehrs-und Umweltindikatoren 2015, Ausgabe 11/2015 EN
Überblick über die wichtigsten Indikatoren für Energie und Transport in Bezug auf Klimaänderung, insbesondere für die EU-28-Länder bis 2013. Inhaltsverzeichnis in D, Glossar und Heizwerte.
Eurostat_Energy transport and environmen[...]
PDF-Dokument [5.8 MB]

Ausgewählte Links

 

Europäische Kommission - Eurostat

http://epp.eurostat.ec.europa.eu

Europäische Umweltagentur (EEA)

www.eea.europa.eu

EurObserv'ER

www.eurobserv-er.org/

IEA Internationale Energieagentur

www.iea.com 

Welt & OECD-35

Ausgewählte Schlüsseldaten

 

Klimaschutz in der Welt im Jahr 2014*                             

Bevölkerung (Jahresdurchschnitt)  7.249 Mio.                                             Treibhausgasemissionen (THG) 48.988 Mio. t CO2äquv.* (6,8 t/Kopf) 1)         Veränderung zum Basisjahr 1990/2014 + 43,7%                                                                    Energiebedingte CO2-Emissionen 32.381 Mio.t (4,5 t/Kopf),                                

TOP Rangfolge der Anteile China 28,1%, USA 15,7%, Indien 6,2% 

Veränderung zum Basisjahr 1990/2014  + 57,8%; Anteil am THG= GHG 66,1%               Welt-Ziel 2020:  z.Z kein THG-Gesamtziel gegenüber Jahr 1990 formuliert  

* Daten vorläufig, Stand 9/2016

    Bezugsgröße: Bevölkerung (Jahresdurchschnitt)  7.249 Mio.                                       1) CO2 ohne Landnutzung, Landnutzungsänderung, Land- und Forstwirtschaft

    (LULUCF)                                       

Quelle: IEA 9/2016                                              

Aktuelles:

G-20 Gipfel im Juli 2017 in Hamburg

Sechs Ziele für die Klimawende bis 2020

Um die Ziele des Pariser Abkommens zum Klimaschutz noch erreichen zu können, ist Experten zufolge bis 2020 eine Wende im Ausstoß von Treibhausgasen notwendig. In einem Appel an den G-20-Gipfel in Hamburg riefen mehr als 60 bekannte Wissenschaftler, Wirtschaftsführer und Politiker nun die führenden Industrieländer und aufstrebenden Wirtschaftsnationen (G20) zu größeren Anstrengungen auf.

Denn sollten die Emissioen nach 2020 weiter ansteigen oder auch nur so hoch bleiben wie bisher, "sind die Temperaturziele von Paris fast nicht mehr erreichbar", warnen die Autoren des Aufrufs.

Sie formulierten folgende sechs Ziele, die alle Vertragsparteien in drei Jahren erreichen müssten in den Bereichen

Energie, Transport, Industrie, Land, Finanzen und Infrastruktur

(siehe Beitrag in Foliensatz Bouse "Energieversorgung in der Welt")

Quelle: dpa aus Stuttgarter Zeitung vom 3. Juli 2017

21. UN-Klimakonferen in Paris: Alle 196 Länder beschließen globales und rechtsverbindliches globales Klimaabkommen am 12.12.2015

Die wichtigsten Eckpunkte des Klima-Abkommens

Ziele: Die internationale Gemeinschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die globale Erwärmung auf deutlich weniger als zwei, wenn möglich auf 1,5 Grad zu begrenzen. Der Höhepunkt der Emissionen soll so schnell wie möglich erreicht sein. Langfristiges Ziel ist, in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts Emissionsausgewogenheit herzustellen. Das bedeutet, dass die CO2-Emissionen nicht höher sein dürfen, als Wälder und Ozeane (Kohlenstoffsenken) an klimaschädlichen Gasen binden können.

Pflichten: Die Staaten wollen ihre Selbstverpflichtung zur CO2- Minderung alle 5 Jahre überprüfen und steigern. Die Minderungsziele werden freiwillig in internationaler Eigenverantwortung festgelegt.

Die Steigerungsmechanik alle 5 Jahre ist rechtlichverbindlich.

Finanzen: Die Industrieländer stellen ab 2020 jährlich 100 Milliarden Dollar für den Klimaschutz bereit. Spätesten 2025 soll die Summe erhöht werden.

Der Vertrag soll ab 2020 in Kraft treten.

Quelle: Stuttgarter Zeitung vom 14.12.2015

Fünfter Sachstandsbericht des IPCC – Synthesebericht 10/2014
Der Weltklimarat IPCC veröffentlicht in den Jahren 2013 und 2014 den Fünften Sachstandsbericht. Der Bericht besteht aus den Beiträgen der drei IPCC-Arbeitsgruppen und einem nun veröffentlichten, übergreifenden Synthesebericht.

Die folgenden „Kernbotschaften“ stellen eine erste Erläuterung und Zusammenfassung des Syntheseberichts dar.

Temperatur: Die Durchschnittstemperatur der Erdoberfläche ist von 1980 bis 2012 um 0,85 Grad Celsius gestiegen.

Ursachen: Der Mensch ist sehr wahrscheinlich der Hauptverursacher

des derzeitigen Klimawandels.

Ozeane: Die Meere der Welt haben bislang viel Kohlendioxd (CO2) aufgenommen und sind dadurch um 26 Prozent saurer geworden.

Gletscher: Der Klimawandel hat bereits Auswirkungen auf allen Kontinenten und in Ozeanen. Nahezu alle Gletscher der Welt schmelzen.

Hitzewellen: Es ist sehr wahrscheinlich, dass heiße Wetterperioden künftig häufiger auftreten und läner anhalten.

Flüchtlinge: Voraussichtlich wird der Klimawandel  mehr Menschen zu Flüchtlingen machen. Er kann indirekt auch das Risiko gewaltsamer Konflikte erhöhen, indem er Armut  und Wirtschaftskrisen verstärkte.

Erdtemperatur: Ohne weitere Klimaschutzanstrengungen wird sich die Erdtemperatur bis 2100 voraussichtlich um 3,7 bis 4,8 erhöhen - verglichen mit den Jahren 1850-1900. Es könnten unter Einberechung weiterer Unsicherheiten aber auch 2,5 bis 7,8 Grad werden.

Maßnahmen: Effektiver Klimaschutz würde ein angenommenes Weltwirtschaftswachstum von zwei Prozent pro Jahr nur um 0,06 Prozentpunkte vermindern.

Quellen: IPCC, 5 Report - Zusammenfassung 10/2014;

             dpa aus Südkurier 3.11.2014

Die Erde erwärmt sich immer weiter

Im September 2014 lag die weltweite Durchschnittstemperatur des Oberflächenwassers der Ozeane um 0,66 °C über dem Mittel des 20. Jahrhunderts von 16,2 Grad. Das berichtet die US-Wetterbehörde NOAA und betont, dass dies der höchste jemals aufgezeichnete September- wert und zugleich der höchste jemals dokumentierte Monatswert sei. Auch die kombinierten Messwerte über Land und Meer markieren einen neuen Rekord in der 135 Jahre alten Geschichte der weltweiten Wetter-aufzeichnungen. Sie lagen 0,72 Grad über dem Mittel von 15 Grad.

In Deutschland, so schreibt die NOAA, hätten die Temperaturen 1,4 Grad  über dem Schnitt im Zeitraum von 1981-2010 gelegen, wobei jedes Bundesland überdurchschnittliche Septembertemperaturen gemeldet haben.

Quelle: Klaus Zintz, Stuttgarter Zeitung, 25.10.2014

Ergebnis der Weltklimakonferenz in Doha: das "Doha Climate Gateway"

 

Kyoto-Protokoll: ist der bislang einzige völkerrechtlich verbindliche Klimavertrag, ratifiziert von 193 Ländern. Ende dieses Jahres läuft er aus. Darin hatten sich 37 Industriestaaten zur Verringerung des Ausstoßes an Treibhausgasen bis 2012 um 5% gegenüber 1990 verpflichtet.

Kyoto-Protokoll verlängert bis 2020. Mit dabei sind die 27 EU-Staaten und zehn weitere Länder, darunter Australien. Offen blieb, wie hoch die bis 2020 geplante Minderung sein wird. Die Industrie- staaten wurden verpflichtet, bis 2014 höhere Klimaschutzziele zu erreichen.

Neuer Weltklimavertrag: Bis zum 13.12.2015 soll ein neuer Weltklimavertrag ausgehandelt werden. Es soll ab 2020 für alle Staaten gelten, das Kyoto-Protokoll ablösen.

Schadensausgleich: Erstmals haben die Industrieländer zugestimmt, Schäden durch den Klimawandel auszugleichen. 2013 sollen entsprechende Instrumente entwickelt werden.

Finanzzusagen 2013 bis 2015 für vom Klimawandel betroffene Staaten für Maßnahmen zum Anpassen an den Klimawandel wurden auf 2013 verschoben.

 

Quelle: United Nations Framework Convention on Climate Change – Rahmenabkommen der Vereinigten Nationen über Klimaveränderungen, http://unfccc.int/ aus VDI nachrichten vom 14. Dezember 2012

Weltklimakonferenzen
Die 1992 in Rio de Janeiro verabschiedete und 1994 in Kraft getretene Klimarahmenkonvention (United Nations Framework Convention on Climate Change (UNFCCC) ist Grundlage der weltweiten internationalen Zusammenarbeit zum Klimaschutz. Bis zum Zieljahr 2012 wurden in den Folgekonferenzen der Vertragsstaaten verschiedene Minderungsziele für die wichtigsten Treibhausgase festgelegt. Ein wichtiger Meilenstein in den internationalen Klimaverhandlungen wurde 1997 mit dem nach dem Austragungsort der Weltklimakonferenz benannten ‚Kyoto-Protokoll‘ erreicht. Das Kyoto-Protokoll ist bislang das einzige völkerrechtlich verbindliche Instrument der internationalen Klimaschutzpolitik. Das Kyoto-Protokoll läuft allerdings 2012 aus, so dass zwischenzeitlich ein vorrangiges Ziel der Weltklimakonferenzen in einem Nachfolgeabkommen liegt.
 
Baden-Württemberg unterstützt dabei das Anliegen Deutschlands und der EU verbindliche Verpflichtungen zur Minderung der Treibhausgasemissionen zu verankern und dabei über das Kyoto-Abkommen hinaus auch Schwellenländer wie Indien und China sowie die USA einzubinden. Eine Annäherung gestaltet sich allerdings auf Grund der Ausgangssituationen und divergierenden Interessenlagen sehr schwierig.
Bei der Weltklimakonferenz 2010 im mexikanischen Cancun ist es dennoch gelungen, sich darauf zu verständigen, dass es ein Ziel der internationalen Klimaschutzbemühungen sein soll, die globale Erderwärmung auf zwei Grad Celsius gegenüber dem vorindustriellen Zeitalter zu begrenzen. Ungeachtet einer Einigung über ein Kyoto-Folgeabkommen hält Baden-Württemberg an ehrgeizigen Klimaschutzzielen fest und will einen angemessenen Beitrag zur Erreichung der EU-Vorgaben sowie einer global erfolgreichen Klimapolitik leisten.
 
Quelle: Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg, www.um.baden-wuerttemberg.de vom 30.01.2012
 

Ausgewählte Veröffentlichungen, Foliensätze und Vorträge

IPCC: Klimaveränderung 2014, 5. Sachstandsbericht, Zusammenfassung 12/2016
Weltweite Klimaverändeungen, Treibhausgasem Minderungsziele
IPCC aus UM BW_Klimaveränderung 2014, 5.[...]
PDF-Dokument [2.6 MB]
IEA: CO2 Emissions From Fuel Combustion Highlights 2016, Ausgabe 10-2016.pdf
IEA_CO2 Emissionsfrom Fuel Combustion_Hi[...]
PDF-Dokument [3.2 MB]
IEA: Key CO2-Emissionstrends in der Welt 2016, Ausgabe 2016
IEA_KeyCO2-Emissions Trends 2016.pdf
PDF-Dokument [1.5 MB]
IEA: Globaler Energie und Klimawandel 2016, Ausgabe 11/2016
IEA_Energie, Klimawandel und Umwelt 2016[...]
PDF-Dokument [8.2 MB]
IEA: Globale Energie - und Luftverschmutzungstrends, Ausgabe 9/2016EN
IEA_Globale Energie + Luftverschmutzung,[...]
PDF-Dokument [18.7 MB]
OECD: Die OECD in Zahlen und Fakten 2015-16, Ausgabe 2016
Wirtschaft, Umwelt und Gesellschaft in OECD-35 Ländern bis 2014
OECD_Die OECD in Zahlen und Fakten 2015-[...]
PDF-Dokument [26.1 MB]
IEA: Globale Energietechnologieperspektiven 2015, Zusammenfassung 2015
Mobilisierung der Innovationen zur Beschleunigung von globalen Klimaschutzaktionen
IEA_Energy Technology Perspectives 2015 [...]
PDF-Dokument [4.2 MB]
IPCC: Klimawandel 2014, 5. Sachstandsbericht, Teil 3 - Minderung, Zusammenfassung für Entscheidungsträger, 4/2014EN
Maßnahmen gegen den Temperaturanstieg in der Welt
ipcc_wg3_ar5_summary-for-policymakers_ap[...]
PDF-Dokument [1.8 MB]
IPCC-BUMB: Klimawandel 2014, 5. Sachstandsbericht, Teil 3 - Minderung, Kernbotschaften 4/2014
Maßnahmen gegen den Temperaturanstieg in der Welt
ipcc-BMUB_Klimawandel-Sachstandsbericht_[...]
PDF-Dokument [150.6 KB]
IPCC-BUMB: Klimawandel 2014, 5. Sachstandsbericht, Teil 2 - Folgen, Kernbotschaften 3/2014
Folgen des Klimawandels auf Natur und Gesellschaft, Risiken des Klimawandels und Verwundbarkeiten, Möglichkeiten der Anpassung an den Klimawandel
ipcc-BMUB_Klimawandel_Sachstandsbericht_[...]
PDF-Dokument [118.6 KB]
IPCC-BUMB: Klimawandel 2013, 5. Sachstandsbericht, Teil 1- Grundlagen, Kernbotschaften 9/2013
ipcc-BMUB_Klimawandel-Sachstandsbericht_[...]
PDF-Dokument [199.9 KB]
IPCC-BUMB: Klimawandel 2013, 5. Sachbericht, Teil 1 Grundlagen, Hauptaussagen für Entscheidungsträger, Zusammenfassung 9/2013
Physikalische Grundlagen, Hauptaussagen für politische Entscheidungsträger
ipcc-BMUB_Klimawandel_2013_Hauptaussagen[...]
PDF-Dokument [244.6 KB]

Ausgewählte Links

 

IEA Internationale Energieagentur

www.iea.com 

OECD Internationale Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung

www.oecd.org

BP International

www.bp.com

IPCC Intergovernmental Panel on Climate Change

www.ipcc.ch                    www.de-ipcc.de

UNFCCC United Nations Framework Convention on Climate Change

http://unfccc.int

Unep Umweltprogramm der Vereinigten Nationen

www.unep.org